Fachtage
Beschreibung folgt.
Fachtag Sexuelle Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit mit Geflüchteten
„Da sich unsere Gesellschaft zunehmend multikulturell zusammensetzt,
hat sich Sexualpädagogik den daraus erwachsenen Herausforderungen
zwischen den Extremen von Kulturalisierung und Universalismus zu
stellen und sich auch als interkulturelle Pädagogik zu positionieren.“
Europa befindet sich im demografischen und kulturellen Wandel. Für die Erziehungswissenschaft und die
Soziale Arbeit bedeutet dies, sich auf neue Zielgruppen und Konzepte in Schulen, Kindertagesstätten und
Einrichtungen der Jugend- und Jugendsozialarbeit einzustellen. Dies wirft die Frage auf, inwieweit die
Sexualpädagogik den Umgang mit den „Migrationsanderen“ konzeptionieren und wie Pädagog_innen in
einer pluralen Gesellschaft auf den Umgang mit Heterogenität, Diversität und Differenz vorbereitet
werden. Sinnvoll und bedeutsam ist diese Frage auch, da die politischen und gesellschaftlichen
Verhältnisse in Europa schon jetzt spürbar von dem Diskurs über Geflüchtete, Migrant_innen,
Zuwanderung, Multikulturalität, Integration sowie Diskriminierung und Rassismus verändert werden. Dies
betrifft gesellschaftliche und (sozial)politische Strukturen, signalisiert auch notwendige Wandlungs-
prozesse in Schule, Jugendarbeit und Pädagogik, da der Migrationsdiskurs in hohem Maße pädagogische
Organisations- und Handlungsfelder bestimmt.
Der Fachtag soll die Möglichkeit bieten, Herausforderungen und Spannungsfelder in der Arbeit mit
Geflüchteten im Kontext der Sexualpädagogik, der Sozialen Arbeit und Sozialpolitik zu beleuchten
Ankündigung November 2028
WhatsApp, YouTube, Instagram, Snapchat und Co. sind
aus der Lebenswelt Jugendlicher und junger Erwachsener
kaum wegzudenken. Sie bieten die Möglichkeit, sich
schnell zu vernetzen, Informationen zu beschaffen und
mit Freunden zu kommunizieren. Musik hören, Filme
schauen und Bilder teilen – Kommunikation sowie sexu-
elle Sozialisation findet zunehmend online statt.
Medien haben beim Beschaffen sexualitätsbezogenen Wissens ei-
nen hohen Stellenwert bei Jugendlichen. Mit Hilfe von digitalen Medien wird eine sexuelle Identität entwickelt.
Die Möglichkeit, ein eigenes ‘Online-Image’ zu erschaf-
fen, hat Einfluss auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Doch wie beeinflussen Medien die sexuelle Sozialisation
von Jugendlichen? Wie werden sie von ihnen für das Erlernen des Sexuellen genutzt? Und welche Medien halten wiederum Pädagog*innen für sinnvoll? Wie kann das Potential neuer Medien in der Bildung genutzt werden? Wie
können Jugendliche sich selbstbestimmt medial bewegen und Pädagog*innen ihnen dabei Unterstützung anbieten?
Der Fachtag soll pädagogischen Fachkräften der Jugend-
arbeit und Jugendhilfe, Schulsozialarbeiter*innen und
Lehrer*innen die Möglichkeit geben, Herausforderungen
und Chancen der Nutzung von neuen Medien in der se-
xualpädagogischen Arbeit zu diskutieren.
Der Arbeitskreis Sexualpädagogik & Sexuelle Bildung Leipzig möchte
dafür einen Raum für Vernetzung, Diskussion und Ausprobieren bieten
Der Arbeitskreis Sexualpädagogik & Sexuelle Bildung Leipzig feierte sein 20jähriges Jubiläum und lud zu einer Festtagswoche vom 10.10–15.10.2022 ein.
Den Auftakt bildete dabei derFachtag „Sexuelle Bildung? Selbstverständlich!“ am 10.10.22 im Sitzungssaal des Neuen Rathauses Leipzig. Er wurde mit spannenden Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einer Vielzahl von Themengebieten der Sexuellen Bildung präsentierte (siehe PDF “Informationen zum Fachtag”). Es nahmen insgesamt 202 Personen am Fachtag teil. Interessierte Personen kamen aus dem Bereich Kindertagesstätten (10%), dem Bereich Horterziehung (20%), aus Schulen (15%), aus Beratungsstellen (8%) und aus dem Bereich Arbeit mit Behinderten (5%). Als Gäste konnten der Dezernent für Gesundheit, Soziales und Vielfalt, Herr Prof. Dr. Fabian und die Leiterin des Gesundheitsamtes, Frau Constanze Anders, begrüßt werden. Interesse am Programm des Fachtages zeigten außerdem Personen aus Hochschulen (Lehrende und Lernende) und andere Personen, die im psychosozialen Bereich tätig sind. Die Vorträge und Organisation wurden fast ausschließlich von Akteur*innen des Arbeitskreises Sexualpädagogik & Sexuelle Bildung bestritten.
Nach der Auftaktveranstaltung fand eine Workshopwoche vom 11.10. – 15.10.22 statt, zu welcher gemeinsam mit unseren Kooperationspartner*innen herzlich eingeladen wurde. (siehe PDF “Aktionen innerhalb der Workshop-Woche”).
Wir haben uns über Ihr Interesse und den regen und anregenden Austausch mit Ihnen gefreut!
